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Grüezi Kabul
Grüezi Kabul
Volksstück von Jörg Graser | Regie: Deborah Epstein
D’SÜTTIGER: Gahts eigetli na? Wiä laufsch überhaupt umenand?
D'JASMIN: Das muemer so.
D’SÜTTIGER: Spillsch imene Türkewitz mit?
D'JASMIN: Ich bi dänk e Muslima, jetzt häsch es.
D’SÜTTIGER: Das gits ja nöd! Ich ha gmeint wellisch is Militär?
D'JASMIN: Jetz nümme. Ich han zu Allah gefunde.
Jörg Graser, Grüezi Kabul
D ie Wirtstochter vom «Goldenen Hahn» hat sich in einen strenggläubigen Ägypter verguckt. Aber Araber sind, wie die Wirtin sagt, nichts anderes als «ungebremste Männer». Die Vorschriften, die der Koran in punkto Frauen parat hat, dass sie gehorsam, treu und verschwiegen sein sollen, leuchten dem Vater sofort ein. Als er entsprechende Massnahmen ergreift, kommt es allerdings zum Ehekrach und zur Scheidung. Er bricht nach Kabul auf und macht dort ein Wirtshaus auf, in dem sich die Kfor-Truppen allabendlich ein Kampfsaufen liefern. Endlich kann er sich seinen Traum von der Vielweiberei verwirklichen. Zur Hochzeit seines Sohnes bringt er seine drei afghanischen Ehefrauen in die Heimat mit, doch seine Ehefrau sinnt auf Rache. Es wird eine turbulente Feier, bei der die Wirtin gründlich mit ihm, dem ägyptischen Unruhestifter und dem Islam insgesamt abrechnet: «Wenn du hier einer sein willst, dann musst du auch die entsprechenden Leberwerte aufweisen. Wir haben hier eine Leitkultur, gegen die ist sogar die Kirche machtlos.»


Info ab 13 Uhr: Telefon 052 232 87 18
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