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Wir alle für immer zusammen | Gerrit Frers, Silke Geertz | Foto: Judith Schlosser

Kabale und Liebe

Kabale und Liebe

von Friedrich Schiller | Regie: Barbara-David Brüesch

LUISE: Gift! Gift! O mein Herrgott!

FERDINAND: Deine Limonade war in der Hölle gewürzt. Du hast sie dem Tod zugetrunken.

LUISE: Sterben! Sterben! Gott Allbarmherziger! Gift in der Limonade und sterben! – O meiner Seele erbarme dich, Gott der Erbarmer!

FERDINAND: Keine Rettung, musst jetzt schon dahin – aber sei ruhig: Wir machen die Reise zusammen.

Friedrich Schiller, Kabale und Liebe

F erdinand liebt Luise, Luise liebt Ferdinand und Ferdinand liebt die Liebe. Er nennt sie ein «Riesenwerk». Doch wie lange kann dieses Werk dem Druck von Standesgrenzen und Intrigen standhalten? Denn die Liebe zwischen dem Präsidentensohn Ferdinand und der bürgerlichen Luise ist von den Vätern nicht gewollt.

Luises Vater, der Musiker Miller, missbilligt die Beziehung aus Argwohn gegen den verwöhnten Karrieristenspross und auch Präsident Walter hintertreibt die Verbindung mit allen Mitteln. Er hat für seinen Sohn eine Heirat mit Lady Milford, der Geliebten des Herzogs geplant, um seine eigene Laufbahn zu befördern. Als sich Ferdinand widersetzt und seine Liebe verteidigt, spinnt der Präsident gemeinsam mit seinem Sekretär Wurm eine perfide Intrige. Es gelingt ihnen, Luise Ferdinand verdächtig zu machen und so die grosse Liebe in ihrem Fundament zu erschüttern. Aus zärtlicher Verehrung wird rasende Eifersucht. Doch ist die Einschlagstelle wesentlich grösser als berechnet: am Ende dieses Spiels um Liebe und Macht gibt es nur Verlierer.