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In der Nähe der grossen Stadt | Andreas Storm, Vera Bommer | Foto: Tanja Dorendorf

Die Grönholm-Methode

Die Grönholm-Methode

von Jordi Galceran | Regie: Felix Prader

«Wir suchen nicht einen guten Menschen, der nach aussen ein Arschloch ist. Was wir suchen, ist ein Arschloch, das nach aussen ein guter Mensch ist.»

 Katharina von Bock, Brencis Udris, Stefan Lahr, Andreas Storm | Foto: Tanja Dorendorf

 

Top Dogs auf dem Prüfstand: Vier Bewerber haben sich zur Endrunde des Auswahlverfahrens für eine äusserst attraktive Managerposition eingefunden. Sie werden mit einer ungewöhnlichen Bewerbungssituation konfrontiert: es gilt, unterschiedliche Aufgaben zu lösen, wobei die vier ganz auf sich gestellt sind. Jeder einzelne muss sich bewähren, ohne wirklich zu wissen, mit welchem Ziel die Aufgaben gestellt wurden oder was von ihnen erwartet wird. Schon die erste Aufgabe sät Misstrauen: unter den Bewerbern scheint sich ein Vertreter der Personalabteilung zu befinden. Beim Kampf um den begehrten Posten, der immer ungewöhnlichere Mittel fordert, wird auch das Privatleben der Bewerber nicht ausgespart.

Der spanische Theater- und Drehbuchautor Jordi Galceran hat ein hoch spannendes Stück über die groteske Entmenschlichung und den täglichen Psychowahnsinn der modernen Arbeitswelt geschrieben. Er beschreibt eine Situation, die von der unerbittlichen Konkurrenz zwischen Arbeitssuchenden und gleichzeitig sehr unterhaltsam vom Wahn um die Ressource Mensch erzählt. Ein besonderer Reiz liegt in der Dramaturgie des Stückes, die einige überraschende Wendungen bereit hält. Seit der Uraufführung 2003 avancierte die «Grönholm-Methode» zum internationalen Erfolgsstück.