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Brencis Udris

Der 1981 in Zürich geborene Brencis Udris absolvierte nach einem abgeschlossenen Grundstudium der Geschichte und Europäischen Volksliteratur ein Schauspielstudium an der Zürcher Hochschule der Künste, das er 2010 mit dem Master abgeschlossen hat. Er arbeitete u.a. mit den Regisseuren Brigitta Soraperra, Daniel Pfluger, Andreas Kriegenburg und Stephan Müller zusammen und wirkte in diversen Kurzfilmen mit. Für «You must remember this» (Regie: Sophie Stierle) erhielt er beim Treffen deutschsprachiger Schauspielschulen in Rostock den Ensemble- und Publikumspreis und 2008 den Förderpreis der ZHdK. Brencis Udris war von 2005 bis 2010 Mitglied der A-Cappella- Gruppe «Urstimmen».
Was schätzen Sie am meisten bei Regisseurinnen und Regisseuren?
Dass sie vorgeben, zu wissen, was sie tun. Wenn sie einen leiten und doch grossen Spielraum zur Figurenentwicklung lassen. Und nach der Probe auf ein Bierchen länger bleiben.
Ihr schönstes Theatererlebnis?
Da gibt es einige, sowohl auf der Bühne stehend als auch auf die Bühne sehend. Die Zeit während «Klassen Feind» (U21-Produktion am Theater Neumarkt, 2002) ist jedoch bis jetzt eine der intensivsten und lehrreichsten gewesen. Und die Produktion «O.T.–Eine Ersatzpassion» von Christoph Marthaler, die ich vier Mal gesehen habe, habe ich auch sehr ins Herz geschlossen.
Was bedeutet Ihnen Applaus?
Alles, aber nur wenn er besonders lang ist ;-)
Wo und wann kamen Sie zum ersten Mal mit dem Theater in Kontakt?
Daran kann ich mich nicht mehr erinnern, das kam wohl schleichend, und irgendwann hatte man eine Vorstellung davon, was das Theater sein könnte und was es bedeutet.
Andreas Storm

Andreas Storm wurde 1969 in Bremen geboren. Von 1992 bis 1995 besuchte er die Schauspiel Akademie Zürich. Von 1996 bis 1998 war er Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Seit 1998 freischaffender Schauspieler, Regisseur und Sprecher in Zürich. Er arbeitete u.a. am Theater Basel, Theater Konstanz, Theater Luzern, Theaterhaus Gessnerallee Zürich mit Regisseuren wie Sabine Harbeke, Katka Schroth, Crescentia Dünsser und Otto Kukla, Christina Friedrich, Katja Früh. Von 2001 bis 2004 entstand eine enge Zusammenarbeit mit dem Theater Neumarkt Zürich. Er ist Mitglied der Theatergruppe KMU Produktionen um den Autor und Regisseur Tim Zulauf. Darüber hinaus arbeitet er regelmässig mit dem Autor Simon Froehling zusammen, von dem er bisher drei Stücke uraufgeführt hat. 2005 wurde Andreas Storm von der Zeitschrift «Theater Heute» für seine Rolle im Stück «Schwimmen wie Hunde» als Nachwuchsschauspieler des Jahres nominiert.
Was schätzen Sie am meisten bei Regisseurinnen und Regisseuren?
Intelligenz, Humor und eingestandene Unsicherheit.
Ihr härtester Blackout auf der Bühne?
Eine Freundin im Zuschauerraum fing an zu lachen, daraufhin musste ich anfangen zu lachen, daraufhin musste sie noch stärker lachen, daraufhin lachte ich Tränen, daraufhin fing das ganze Publikum an zu lachen und daraufhin torkelte ich mitten im Monolog von der Bühne.
Wer wäre Ihr Traumpartner in «Romeo und Julia»?
Ich Romeo, Mike Müller Julia.
Was bedeutet Ihnen Applaus?
Weniger als Reaktionen während des Stückes: Lacher, Atmer, Keucher, Stöhner.
Was wären Sie geworden, wenn nicht Schauspieler?
Bis 17: Pastor. Ab 17: Psychologe.
Stefan Lahr

Stefan Lahr, geboren 1954, wuchs in Mainz auf. Studium der Germanistik und Kunstgeschichte, später Pädagogik in Münster und Mainz. Abschluss als Diplompädagoge. Ab 1981 privater Schauspielunterricht. Engagements am Ernst-Deutsch-Theater Hamburg, Theater Biel/Solothurn, Renaissance-Theater Berlin, Festspiele Bad Hersfeld, Stadttheater Bern, Staatstheater Wiesbaden, Theater Neumarkt Zürich, Schauspielhaus Zürich, Staatstheater Hannover, Bremer Theater, Bremer Shakespeare Company, Schauspiel Köln, Theater des Westens Berlin. Rollen (Auswahl): Malvolio in «Was ihr wollt» (Shakespeare), Henry IV. in «Heinrich IV.» (Shakespeare), Christian Maske in «Der Snob» (Sternheim), Fatzer in «Fatzerfragment» (Heiner Müller/Bertolt Brecht), George Garga in «Im Dickicht der Städte» (Brecht), Jean in «Fräulein Julie» (Strindberg), Kulygin in «Drei Schwestern» (Tschechow). Regisseurinnen und Regisseure (Auswahl): Rüdiger Burbach, Dimiter Gotscheff, Matthias Hartmann, Gerd Heinz, Stefan Huber, Günter Krämer, Meret Matter, David Mouchtar-Samorai, Katharina Rupp, Werner Schroeter.
In welchem Augenblick war Ihnen definitiv klar, dass Sie Schauspieler werden?
So gaaaanz klar ist das doch nie …
Was schätzen Sie am meisten bei Regisseurinnen bzw. Regisseuren?
Respekt, Humor, Vertrauen in die Fantasie der Schauspieler.
Ihr schönstes Theatererlebnis?
Den King Henry IV. und seinen Gegenspieler Falstaff nach dem Ausfall eines Kollegen gleichzeitig zu spielen. Und dabei die Unterstützung des Ensembles und des Publikums zu spüren.
Was bedeutet ihnen Applaus?
Sehr viel: bei schwindenden Gagen oft der einzige Lohn für die Mühen.
André Frei

André Frei, 1949 in Lausanne geboren und dort aufgewachsen, lebt seit 1992 in Winterthur. Auf eine Berufslehre als Schriftsetzer folgte die Ausbildung zum Schauspieler, seinem «Taumberuf», an der Schauspiel Akademie Zürich. Erstes Engagement in Pforzheim. Nach zwei Spielzeiten Rückkehr in die Schweiz. Begegnung mit Reinhart Spörri und Engagement am Theater Kanton Zürich. Nach einem Jahr verschiedene Angebote von Theatern, aber immer ohne festes Engagement. Danach in verschiedenen Berufen tätig, bis zu einer Wiederbegegnung mit Reinhart Spörri. Es kam zu einer erneuten Tätigkeit am Theater Kanton Zürich im Jahr 1992 und in der Folge zu einem festen Engagement. Am Schweizer Fernsehen wirkte er in der Serie «Motel» mit. Am Theater Kanton Zürich spielte er unzählige Rollen, u.a. den Trollkönig in Ibsens «Peer Gynt», Longaville und Armando in Shakespeares «Liebes Leid und Lust», Lobkowitz in «Mein Kampf» von George Tabori sowie Stromminger in der «Geierwally» von Theresia Walser.
In welchem Augenblick war Ihnen definitiv klar, dass Sie Schauspieler werden?
Als ich gleich nach der Schauspielschule einen Zweijahresvertrag vom Theater Pforzheim erhielt.
Was schätzen Sie am meisten bei Regisseuren bzw. Regisseurinnen?
Ihre Geschichten, wenn sie uns etwas klarmachen wollen.
Ihr härtester Blackout auf der Bühne?
… dauerte Ewigkeiten.
Was bedeutet Ihnen Applaus?
Lohn.
Was wären Sie geworden, wenn nicht Schauspieler?
Ich war früher Schriftsetzer.
Für welche Schauspielerin, welchen Schauspieler schwärmten Sie in Ihrer Jugendzeit?
James Dean.
Vera Bommer

Vera Bommer, Jahrgang 1982, ist in Zug geboren und in der italienischen Schweiz aufgewachsen. Im Herbst 2007 hat sie ihre Schauspielausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste abgeschlossen. In der Spielzeit 2007/2008 war sie festes Ensemblemitglied des «Schnawwl» – dem Kinder- und Jugendtheater am Nationaltheater Mannheim. In der vergangenen Saison gastierte sie u.a. am Theater Biel/Solothurn, wo sie die Rolle der Viola in Shakespeares «Was ihr wollt» (Regie: Katharina Rupp) spielte. Daneben war sie in verschiedenen Produktionen der freien Zürcher Szene zu sehen. Vera Bommer hat auch in Kinofilmen mitgewirkt, u.a. in «Der Freund» von Micha Lewinksy und in «Das Fräulein» von Andrea Staka. Zuletzt stand sie in dem Film «Hinter diesen Bergen» von Michael Krummenacher vor der Kamera.
Wer wäre Ihr Traumpartner in «Romeo und Julia»?
Der junge André Jung. Nee, wenn ich so daran denke: auch der Ältere.
Was bedeutet Ihnen Applaus?
Das ist ein Teil meiner Gage.
Für welche Schauspielerin, welchen Schauspieler schwärmten Sie in Ihrer Jugendzeit?
Für den Darsteller von MacGyver – wie heisst der eigentlich? (Richard Dean Anderson. Anm. d. Red.)
Welches ist Ihr liebster Ort im Kanton Zürich?
Die Limmat in Zürich.
Was geht Ihnen am meisten bei Ihren Mitmenschen auf die Nerven?
Hochmut.
Welches Buch lesen Sie zurzeit?
«Eva Braun. Ein Leben mit Hitler.»
Welches ist Ihre Lieblings-LP/CD?
Zur Zeit «Stadtaffe» von Peter Fox: hervorragend!
Welchen Traum würden Sie sich unbedingt noch erfüllen?
Katharina von Bock

Katharina von Bock studierte an der Hochschule für Theater und Musik in Hamburg Schauspiel. Von 1993 bis 1997 war sie Ensemblemitglied am Zürcher Schauspielhaus. Seit 1997 ist sie freiberuflich tätig mit Engagements u.a. am Theater Neumarkt (1998/99 u.a. «King Kongs Töchter»), Stadttheater Bern (2002 bis 2004 u.a. «Die zweite Überraschung der Liebe»), Casinotheater Winterthur (2005 bis 2008 u.a. «Salzburger Nockerln», «Business Class»), Zürcher Schauspielhaus (1999/2000 «Shakespeares Königsdramen»; 2008/2009 «Mein junges idiotisches Herz», «Sex»), Theater Basel (2009/2010 «Die kahle Sängerin») und am Schauspiel Bonn (2009/2010 «Ion» und «Hedda Gabler»). Hinzu kommen diverse Hörspielproduktionen für das Radio DRS, Lesungen und Arbeiten für Film und Fernsehen (u.a. «Grounding», «Lüthi & Blanc», «Hildes Reise», «Flamingo» und «Happy New Year»).
In welchem Augenblick war Ihnen definitiv klar, dass Sie Schauspielerin werden?
Als ich merkte, dass für eine Opernsängerin meine stimmliche Begabung nicht reichte, mit etwa 14.
Ihr härtester Blackout auf der Bühne?
Eine kurze Ohnmacht, infolge einer starken Grippe. Texthänger gab es schon so einige …
Wer wäre Ihr Traumpartner in «Romeo und Julia?»
Johnny Depp …
Ihr schönstes Theatererlebnis?


Info ab 13 Uhr: Telefon 052 232 87 18
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